Überblendungen. Zur Dynamik von Referenzsystemen in globalen Kontexten (16.-20. Jh.)
vendredi, 8. février
10:30 jusqu'à 13:00 heures
Salle 2122A/B
Mit dem wachsenden Interesse an "entanglement", Verflechtung und Globalisierung werden die analytischen Referenzsysteme der Geschichtswissenschaft und mit ihnen der Vergleich als Kernstück historischer Methode herausgefordert. Derzeit erproben soziologische und anthropologische Ansätze relationale Konzepte, die die Prozesshaftigkeit und Beweglichkeit von Untersuchungsgegenständen und Untersuchungsperspektiven angemessen fassen und als nicht lineare Narrative darzustellen vermögen. Anhand von drei Fallbeispielen wollen wir verschiedene analytische Ansätze und Materialien (Medien, Bilder/visuelle Quellen, Netzwerke) daraufhin befragen, wie wir Bewegung und Beweglichkeit der Positionierungsarbeit selbst analysieren und darstellen können. Das Panel arbeitet epochenübergreifend und thematisiert auch die historiographischen Kategorien als problematische Begrenzungen für die Darstellung dynamischer Überblendungen. Ob entsprechende Formen der Überlagerung und Transformation eher als historiographische Ausnahmefälle zu analysieren sind oder ob diese vielmehr den bislang unterbewerteten Normalfall darstellen, soll Gegenstand der Diskussion werden. Die gewählten Beispiele haben die Funktion die Operationalisierung des analytischen Konzepts vorzustellen, den potentiellen Erkenntnisgewinn des Ansatzes zu überprüfen, aber auch die Suche nach alternativen Quellenbeständen und bislang wenig berücksichtigtem Material anzuregen.













